Evangelisch-Reformierte Emmaus-Kirchengemeinde Siegen
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Tageslosung
Losung und Lehrtext für Mittwoch, 8. Dezember 2021:

Sie haben sich Götter von Gold gemacht. Vergib ihnen doch ihre Sünde!
2.Mose 32,31.32

Gebt acht, liebe Brüder und Schwestern, dass in keinem von euch ein böses, ungläubiges Herz sei und niemand abfalle vom lebendigen Gott, sondern redet einander zu Tag für Tag.
Hebräer 3,12-13

Termine

Gottesdienste:

12.12.2021
10:00 Uhr - Gosenbach: Gottesdienst mit Taufen mit Prädikantin Susanne Bäumer

12.12.2021
10:00 Uhr - Eisern: Gottesdienst in Eisern mit Pfarrer Michael Goldau

12.12.2021
10:30 Uhr - Niederschelden: Gottesdienst mit Kindergottesdienst mit Pfarrer Gerd Hafer

12.12.2021
10:30 Uhr - Eiserfeld: Gottesdienst mit Prädikantin Erika Wehn

18.12.2021
18:15 Uhr - Eisern: Gottesdienst in Eisern mit Pfarrer Michael Goldau

18.12.2021
18:30 Uhr - Niederschelden: Gottesdienst mit Pfarrer Gerd Hafer

19.12.2021
10:00 Uhr - Gosenbach: Gottesdienst mit Pfarrer Günther Albrecht

19.12.2021
10:00 Uhr - Eisern: Gottesdienst in Rinsdorf mit Pfarrer Michael Goldau

19.12.2021
10:30 Uhr - Niederschelden: Gottesdienst mit Pfarrer Gerd Hafer

19.12.2021
10:30 Uhr - Eiserfeld: Gottesdienst mit Abendmahl mit Pfarrer Günther Albrecht

Aktuelles


 

Alle aktuellen Neuigkeiten aus den Pfarrbezirken und aus der Gemeinde finden Sie in den im Menü angegebenen Seiten.

 


 

Neuer Vorbereitungskurs Hospizbegleitung startet im Herbst

Hospizbegleitung

Für die Begleitung von Menschen am Lebensende suchen wir ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter. Einsatzorte sind die Palliativstation im Diakonie Klinikum Jung-Stilling, Altenpflegeheime und das stationäre Ev. Hospiz Siegerland, außerdem die Begleitung Schwerkranker und Sterbender zuhause.

Gesucht werden Frauen und Männer aus unterschiedlichen Berufen, Konfessionen und Altersgruppen. Neben Einfühlungsvermögen und der Bereitschaft, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, sollten die Freiwilligen wöchentlich 3 bis 6 Stunden für das Ehrenamt zur Verfügung stellen können. Der neunmonatige Kurs ist kostenlos für alle, die ehrenamtlich in der Hospizbegleitung tätig werden. Die Begleitenden werden nach dem Kurs sowohl stationär als auch ambulant eingesetzt.

Kursbeginn voraussichtlich nach den Herbstferien, 11 Termine mittwochs, 4 Termine samstags.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.diakonisches-werk-siegen.de.

Anmeldung/ Information: Ambulanter Ev. Hospizdienst Siegerland, Koordination Thea Rabenau, Telefon: 0271/3336670; Email: thea.rabenau@diakonie-sw.de

Foto: © panthermedia.net / Harald Richter

 


 

Beteiligung in der Gemeinde? Irritation dazu nötig?

Bericht von der 73. Hauptversammlung des Reformierten Bundes

diesmal virtuell und damit an vielen, vielen Orten– vom 9. bis 11.September 2021

Unsere evangelisch-reformierte Kirchengemeinde gehört zum Reformierten Bund in Deutschland. Das ist „eine Föderation reformierter Kirchen, Gemeinden, Verbände und Einzelpersonen. Er wurde 1884 gegründet und gilt als Dachverband für etwa zwei Millionen reformierte Gemeindeglieder in Deutschland. Seit 2005 hat er seinen Sitz in Hannover.“ - so kann man bei Wikipedia am 20.10.2021 nachlesen, wo noch vieles zu der besonderen Struktur und Zusammenarbeit von kirchlichen „Funktionären“ und normalen Gemeindegliedern, den „Einzelmitgliedern“, zu finden ist. Der Kirchenkreis Siegen, unsere Gemeinde und viele Einzelne hier sind Mitglied. Seit 1970 habe ich mich dafür interessiert und in verschiedenen Ausschüssen und im Moderamen (1990 – 2007), dem Leitungsgremium des Reformierten Bundes, mitgearbeitet. Mich fasziniert dabei die basisdemokratische Form, wichtige Fragen und Anträge direkt zu stellen und Beschlüsse sehr schnell gemeinsam auf den Weg zu bringen, zB das 1982 beschlossene „Nein ohne jedes Ja gegen Massenvernichtungsmittel“, das erst sehr zögerlich, aber dann doch auch von den Landeskirchen übernommen wurde.

Der Reformierte Bund stellt viel Material für Gemeinden zur Verfügung, zum Beispiel 2009 zu Calvin, 2019 zu Karl Barth, was viele in unserer Gemeinde interessiert genutzt haben. 2021 steht die Emder Synode 1571 im Mittelpunkt, die auch Thema der diesjährigen Hauptversammlung war. Alle 2 Jahre findet eine Hauptversammlung statt, die neben einem Haupt-Thema „Vereinsgeschäfte“ regelt. Vor 2 Jahren wurde das Moderamen zur Hälfte neu gewählt, auch die leitende Moderatorin Katrin Oxen. Sie ist Pfarrerin an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin und hat in der Pandemie in „reformiert-info“ regelmäßig die „Gottesdienste am Küchentisch“ ins Netz gestellt, die ja auch in unserer Gemeinde viele für sich genutzt haben. Im Eröffnungsgottesdienst predigte sie über 1 Kor 12, 4-11: "Niemand geht leer aus": "Der Geist, den ihr habt, ist ein Geist der Vielfalt." Gaben sind ein Geschenk, das wir "willig und mit Freuden" gebrauchen sollten: "Und möglichst so, dass es anderen zugutekommt."

In diesem Jahr wurde vor allem in Satzungsänderungen festgelegt, dass auch in Zukunft „virtuelle Hauptversammlungen“ oder auch „hybride“ (= Präsenz und virtuell) möglich sein sollen und dass in dieser Form gefasste Beschlüsse gültig sind.

Neben vielen Berichten, Grußworten, Andachten, 2 Gottesdiensten, Gruppenarbeiten und virtuellen Räumen zum Ausklingen der Abende (= Klönen) gab es vier kurze Vorträge zum Thema „Emder Synode 1571“. Damals trafen sich in Emden reformierte Glaubensflüchtlinge, hauptsächlich Niederländer, die am Niederrhein, in Ostfriesland, in der Pfalz und an anderen Orten verstreut Aufnahme gefunden hatten, um sich gegenseitig zu stärken und für Zusammenhalt zu sorgen. Die Ideen zum Zusammenleben in der Kirche und zur Beteiligung in der Gemeinde sind bis heute aktuell:

„Keine Gemeinde soll über andere Gemeinden, kein Pastor über andere Pastoren, kein Ältester über andere Älteste, kein Diakon über andere Diakone den Vorrang oder die Herrschaft beanspruchen.“ Also ist jede Person in der Kirche erst einmal für sich selbst verantwortlich, jede kleine Einheit in der Gemeinde entscheidet selbst und gibt nur Fragen, die sie nicht lösen kann, an die nächsthöhere Gemeinschaft weiter = Demokratie von unten = Subsidiaritätsprinzip, das bis heute politisch wichtig ist. In Synoden vertreten dann Gewählte die kleineren Einheiten und stärken so den Zusammenhalt. Hier haben alle, Pastoren und „Laien“, das gleiche Stimmrecht, es wird also bewusst auf „hierarchische Ämter und Strukturen verzichtet“. Das bringt zum Staunen und zum Nachdenken. Wie war das damals genau? Schon 1571! Was davon ist in der Geschichte in Bekenntnissen aufgenommen worden (Barmen!)? Und wie können wir etwas davon in unserer Gemeinde verwirklichen? „Keine Veränderung ohne Irritation!“ - Die Kurzreferate dazu von Aleida Siller, Margit Ernst-Habib, Matthias Freudenberg, und Anna Nicole Heinrich sind über reformiert-info nachzulesen und auch nachzuhören. Eine Zusammenfassung finden Sie hier.

Dieses Mal war - Corona geschuldet - alles nur am PC über ZOOM und Open slides mitzuerleben und mitabzustimmen. Dadurch ist aber auch alles aufgezeichnet und zur Verfügung gestellt worden – obwohl wir uns also nicht real treffen konnten, war diese Hauptversammlung für mich Denkanstoß und Gewinn.

Astrid Weiß

(alle nicht besonders gekennzeichneten Zitate aus Veröffentlichungen des Reformierten Bundes 2021)